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Die Vermittlung



Ablauf der Vermittlung

Sie interessieren sich für einen unserer Schützlinge?
Haben sie die Anschaffung eines Hundes mit allen Familienmitgliedern abgesprochen und sind alle einverstanden?

Dann ist der erste Schritt sich per Email, Kontaktformular oder Telefon bei uns zu melden. Den entsprechenden Ansprechpartner finden Sie in der Beschreibung. Natürlich stehen ihnen aber auch die anderen Mitglieder unseres Teams als Ansprechpartern zur Verfügung. -> Ansprechpartner 

Um unsere Schützlinge bestmöglich zu vermitteln, brauchen wir einige Angaben von ihnen:
1. Name, Vorname, Anschrift, Telefon, Handy, Email, etc.
2. Wie leben sie? Haus oder Garten? Ländlich oder in der Stadt?
3. Haben sie einen Garten? Eingezäunt?
4. Aus wievielen Mitglieder besteht ihre Familie? Kinder? Alter der Kinder?
5. Leben andere Tiere bei ihnen im Haushalt? Hunde, Katzen, Nager, etc.?
6. Wie lange täglich müsste der Hund alleine bleiben?
7. Haben sie bereits Hundeerfahrung?

Gerne können sie zustätzlich noch ein paar Zeilen zu sich schreiben. Fragen ihrerseits bitte auch in die Email an uns, wir werden uns bemühen alle offenen Fragen zu klären.

Der zweite Schritt: Haben sie und wir nach der ersten Kontakaufnahme das Gefühl der gewählte Hund könnte zu ihnen passen, findet eine sogenannte Vorkontrolle statt. Eine Vorkontrolle heißt das ein Vereinsmitglied oder ein externer Tierschutzhelfer zu ihnen kommt und guckt ob unser Schützling wirklich zu ihnen passen könnte. Und ob alle ihre gemachten Angaben auch stimmen, leider haben wir da auch schon negative Erfahrungen machen müssen.

Befindet sich der gewählte Hund schon in einer Pflegestelle in Deutschland, können sie den Hund auch zuerst einmal besuchen und kennenlernen. Dann findet im Anschluss daran eine Vorkontrolle statt.

Als letzter Schritt erfolg noch der Schutzvertrag. Ein Schutzvertrag ist wie der Name schon sagt zum Schutz des Hundes. Diesen Vertrag besprechen wir vor einer Vermittlung mit ihnen und sie bekommen vorher ein Exemplar zum lesen.

Nach einer erfolgreichen Vorkontrolle und der Einigung, dass der gewählte Hund bei ihnen einzieht, kann der Hund entweder aus der Pflegstelle abgeholt werden oder er kommt mit dem nächstmöglichen Flug nach Deutschland.

Die Schutzgebühr muss vor der Abholung des Hundes auf dem Konto der Tierhilfe eingegangen sein oder einem Vereinsmitglied übergeben worden sein. Leider lässt sie Zahlungsmoral vieler Menschen zu wünschen übrig und wir haben leider schlechte Erfahrungen machen müssen. Die Höhe der Schutzgebühr beträgt 270 Euro für einen unkastrierten Hund und 300 Euro für einen kastrierten Hund.

Wir würden und freuen sie und einen unserer Schützlinge zusammenbringen zu können.

Allen unseren ehemahligen Schützlingen wünschen wir ein glückliches Leben mit ihren Familien und allen noch Kommenden versprechen wir uns bestmöglich um sie zu kümmern!!!

Das Team der Tierhilfe Antalya e.V.

Warum eine Schutzgebühr?

Immer wieder werden wir bei der Vermittlung auch nach der Schutzgebühr gefragt, natürlich eine legitime Frage, die man sicherlich bei der Überlegung zur Anschaffung eines Hundes berücksichtigen sollte.

Leider kommt es immer häufiger vor, dass Interessenten mit uns über die Höhe der Schutzgebühr verhandeln wollen. Dazu möchten wir sagen: Wir sind nicht auf dem Basar! Wir versuchen unsere Schützlinge in liebevolle Familien zu vermitteln, in denen es ihnen (nach Möglichkeit) für den Rest ihres Lebens gut geht und sie geliebt werden.

Die Schutzgebühr ist kein Preis, den sie für unsere Schützlinge zahlen, sondern dient, wie der Name schon sagt dem Schutz der Tiere. Leider mussten wir feststellen, dass vielen Menschen das, was sie bezahlen „mehr wert“ ist, als das was sie geschenkt bekommen. Hinzukommt, dass die Schutzgebühr unsere Hunde und Katzen vor sog. Hundehändlern schützt, die sich immer gerne auf kostenlose oder billige Hunde melden um diese teuer weiterzuverkaufen manchmal sogar in Versuchslabore. Dies wird durch eine Schutzgebühr verhindert.

Im Folgenden finden sie eine Auflistung der Kosten die jeder Hund verursacht, bevor er überhaupt in Deutschland einreisen darf:

Der Unterhalt unserer Auffangstation kostet uns einiges im Monat inkl. Bezahlung der Arbeitskräfte, wenn wir das pro Hundekopf berechnen sind wir im Durchschnitt bei ca. 50 Euro pro Hund pro Monat. Jeder Hund der ausreist muss min. 4 Monate dableiben, Hunde dürfen erst ab dem 7. Lebensmonat ausfliegen, daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Aufenthalt von 5 Monaten.

Kostenrechnung:
- 250 Euro Unterhalt
- 40 Euro Impfungen
- 60 Euro Kastration
- 20 Euro Chip
- 45 Euro Titernachweis
- 10 Euro Impfausweis
- 30 Euro Flug (mindestens)
- 25 Euro Wurmkuren, Floh- und Zeckenmittel
- 35 Euro Mittelmeertest
- 20 Euro Fluhafentransfer
(da uns kein eigenes Auto zur Verfügung steht, müssen wir uns immer ein leihen)
________________
Gesamt: 535 Euro

Bei dieser Auflistung/ Rechung darf der Hund keinerlei Erkrankungen haben, keinen Husten, keinen Durchfall, keinen Wurm und keinen Floh, um nur einige sehr häufige „Erkrankungen“ zu nennen. Auch tauchen die vielen Hunde, die wir kastrieren und wieder aussetzten und weiterhin für den Rest ihres Lebens füttern, regelmäßig impfen, entwurmen und bei Bedarf medizinisch versorgen, die vielen Besitzerhunde, deren Besitzer kein Geld für eine Kastration haben, die wir dann finanzieren, die vielen Besitzerhunde die wir täglich mit füttern, nicht auf.

Das wir auch immer wieder verletzte, angefahrene, kranke und angeschossene Hunde finden, aufnehmen und behandeln, ist leider fast Alltag für uns.

Das die Vermittlung von Hunden aus dem Ausland kein „lukratives Geschäft“ sein kann, dürfte bei einer Schützgebühr von 270 Euro für einen unkastrierten und 300 Euro für einen kastrierten Hund oder Welpen, jedem klar sein.

Und an dieser Stelle möchten wir noch mal erwähnen: wir machen Tierschutz! Das gesamte Team arbeitet ehrenamtlich und ist mit Leib und Seele dabei. Wir alle haben schon etliche Stunden an Flughäfen mit warten auf die ankommenden Tiere verbracht, wir alle sind schon zigmal in unserem Urlaub in die Türkei geflogen und haben vor Ort schwer geschuftet, wir alle opfern unsere Freizeit für Telefonate und Tierschutzfahrten und / oder die Betreuung der Pflegetiere, wir alle finanzieren Sprit- und Telefonkosten privat. Und das Wichtigste wir alle tun dies gerne ... für die Tiere!

 

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