Mina’s Geschichte hielt uns über viele Monate hinweg mit Hoffen, Bangen und Verzweiflung in Atem.

Anfang 2014 hatte Mina eine Familie in Deutschland gefunden und zog dort ein. In der Familie erging es ihr allerdings nicht gut und so wurde Mina am 03.06. 2014 auf eine Pflegestelle umgezogen. 1 Tag später nutzte sie einen Moment der Unachtsamkeit des Pflegefrauchens, riss aus und es begann eine monatelange Flucht.

Tanja B., die ebenfalls eine Hündin von der Tierhilfe Antalya hat, startete noch am selben Tag mit einer beispiellosen Suchaktion.

Über WhatsApp trommelte sie mehrere Leute zusammen, die Flyer und Plakate entwarfen und verteilten. Suchanzeigen in lokalen Zeitungen wurden gestartet. Auf Facebook wurde die Seite „Wo ist Mina“ ins Leben gerufen, die auch noch heute online ist.

Mina, die das Vertrauen in Menschen durch die Erfahrungen in ihrer deutschen Familie verloren hat und nun ihre scheue Seite zum Vorschein brachte, wurde immer mal wieder gesichtet, doch ließ sich nicht fangen.

Auch der Einsatz eines Tierparkservice, der Mina durch eine Distanznarkose fangen sollte und dem Verein 1000,-€ kostete, brachte keinen Erfolg. Mina roch die Lunte und blieb fern.

Langsam näherte sich der Winter und die Nächte wurden kälter. Mina nutzte Ihren Instinkt und ihren Willen zu überleben.

Ein Bekannter von Tanja B, der auf einer Mülldeponie arbeitet, fand Pfotenabdrücke und stieß auf einen Zeitungsartikel, der über Mina’s Verschwinden berichtete. So wandte er sich an Tanja und ihre Helfer, die daraufhin bei der Deponie eine Futterstelle errichteten und eine Wildkamera aufstellten.

 

 

Schon kurze Zeit später bekam Tanja die ersten Bilder per Mail von der Kamera geschickt und es gab wieder Hoffnung: auf den Bildern war eindeutig Mina zu erkennen.

Fast jede Nacht erschien Mina an der Futterstelle.

Es wurde eine Lebendfalle aufgestellt, doch Mina ließ sich nicht täuschen. Sie fraß und verschwand wieder. Die Falle blieb ungenutzt.

Wieder wurde der Tierparkservice angefordert. Da sich Mina jedoch nur im Dunkeln blicken ließ, war ein sicherer Schuß nicht gewährleistet. Tanja wollte kein Risiko eingehen.

Am 30.01. 2015 kam dann endlich die erlösende Nachricht: Mina wurde durch die Distanznarkose gefangen und befindet sich in Sicherheit.

Seitdem macht Mina täglich Fortschritte und wird von einer tollen Hundetrainerin auf  einem geschlossenen Grundstück betreut.

Hier können Sie die Fortschritte von Mina mitverfolgen.

 

 Wir danken Tanja B. und ihren HelferInnen, sowie Sarah, der Hundetrainerin von ganzem Herzen für den unermüdlichen Einsatz. Danke dafür, dass sie nie aufgegeben haben und Mina nun die Möglichkeit hat, ein Leben in Sicherheit zu verbringen und vielleicht schon bald eine tolle Familie zu haben.