Dorfhund Hektor
Wir möchten Euch Hektors Geschichte erzählen.
Hektor lebt im Dorf Duaci als Straßenhund. Wie so viele andere auf den Straßen Antalyas. Er gehört niemanden, und dort zieht er jeden Tag mit den Schafen los. An einem Nachmittag, Ende Dezember 2010 wurde unsere Sabine von einem Nachbarn geholt: Der stolze Straßenhund lag hilflos in seinem Blut.
Der Rüde ist sehr groß, hat ca. 55 - 60 kg Körpergewicht. Sabine konnte ihn alleine nicht ins Auto heben. Sie rief unseren Tierarzt Doc Talat Varal an, der sofort aus der Stadt kam. Er legte Hektor an Ort und Stelle in Narkose, um die Schmerzen erstmal zu lindern, packte ihn in sein Auto und nahm ihn mit in seine Praxis.
Der Ellenbogen musste operiert werden, die Haut war aufgerissen, der Knochen lag blank. Doc Talat meint, dass der arme Kerl entweder angeschossen wurde oder es ein Autounfall war. Da Hektor nun einmal in der Klinik war, wurde er direkt noch kastriert.
Ein paar Tage später konnte Sabine ihn wieder abholen und ins Dorf zurückbringen. Sie hat ihn an seiner angestammten Stelle wieder ausgesetzt. Zum einen haben wir in unserer Auffangstation keinen Platz, zum anderen tut man so einem Tier auch keinen Gefallen, wenn man ihn einsperrt und in die Zivilisation zwingt. Sabine besucht Hektor, wie er mittlerweile von unseren Forumsmitgliedern getauft wurde, täglich.
Bilder von der Operation:




Die Wunde heilt gut und Hektor hat auch bereits wieder seine täglichen Runden mit einer Ziegenherde aus dem Dorf aufgenommen.
Hektors Geschichte ist nur eine von vielen anderenGeschichten aus dem täglichen Leben türkischer Straßentiere.

